Jakob Lorber Deutsch    Jakob Lorber english    

Jakob Lorber, Das Wesen Gottes, Der Vater in Jesus, der Urmensch der Menschen

Leseproben des Propheten Jakob Lorber

Was man vor der Organspende wissen sollte

[HGt.03_115,09] (Es spricht Adam zu seinen Kindern) Ich habe darum meinen Gott und euren Gott gebeten, daß Er mich stärken möchte oder nehmen von der Erde also, wie Er in der Zeit Seiner großen Offenbarungen zu Sich genommen hat den Zuriel, den Sehel und die Pura.
[HGt.03_115,10] Und als ich also gebetet hatte, sehet, da sprach der Herr zu mir:
[HGt.03_115,11] ,Höre, Adam! Ich habe deine Zeit gemessen und habe sie vollmäßig gefunden; daher will Ich auch dein Gebet erhören und will dich nehmen von der Erde, die da schon mächtig deine Füße ermüdet hat.
[HGt.03_115,12] Aber also wie die drei von dir Genannten kannst du die Erde nicht verlassen, da du gesündigt hast in deinem Fleische!
[HGt.03_115,13] Daher soll dein Leib der Erde wiedergegeben werden, von der er genommen ward, auf daß der Schlange von dir ihr Teil werde!
[HGt.03_115,14] Aber deine Seele mit dem Geiste aus Mir will Ich von deinem Leibe lösen und will sie führen auf den gerechten Ort, an dem du Meine Erbarmungen schauen sollst in aller Ruhe deines Herzens.
[HGt.03_115,15] Einen Engel aber werde Ich zu dir senden; dieser wird dich erlösen vom Leibe, und das an diesem Tage.
[HGt.03_115,16] Wie aber du das Zeitliche verlassen wirst, also werden es alle verlassen müssen, die da in ihrem Leibe gesündigt haben.
[HGt.03_115,17] Denn wie durch dich gekommen ist die Sünde in die Welt der Kinder aus dir, also soll auch kommen der Tod des Fleisches! Amen.
[HGt.03_115,18] Also sprach der Herr, und also ist heute der letzte Tag meines irdischen Seins vor euch; denn es ist dies des Herrn Wille!
[HGt.03_115,19] Die Eva, eure Mutter, aber wird noch leben einige Zeit; haltet sie in Ehren, und sorget für sie, bis auch sie der Herr abrufen wird!
[HGt.03_115,20] Dir, Henoch, übergebe ich meine Wohnung und alles, was in ihr ist; und die erste Sorge für die Mutter sei dir anbefohlen!

[GEJ.04_128,05] (Es spricht der Geisterseher Mathael) Mein Vater meinte ganz zuverlässig, daß ich im Hause des Nachbarn mit Geistern zusammenkommen werde, die mir zur Heilung der todkranken Nachbarin etwas ansagen würden, und so ward ich denn NOLENS VOLENS mitgenommen. Mein Vater hatte sich auch nicht geirrt; ich bekam wirklich eine Menge Geister - sicher gute und schlechte durcheinander - zu Gesichte. Aber mit dem Anraten irgendeines heilenden Mittels hatte es diesmal seine geweisten Wege; denn ein großer Geist, mit einem lichtgrauen Faltenkleid angetan, sagte zu mir, als ich ihn nach dem Wunsche meines Vaters um ein Heilmittel anging: ,Sieh hin auf die Verscheidende! Ihre Seele entsteigt ja bereits ihrer Brustgrube, die der gewöhnliche Ausweg der Seele aus dem Leibe ist!'
[GEJ.04_128,06] Ich besah mir nun die Sterbende näher. Aus der Brustgrube erhob sich wie ein weißer Dunst, breitete sich über der Brustgrube immer mehr aus und wurde auch stets dichter; aber von irgendeiner menschlichen Gestalt merkte ich lange nichts. Als ich das so etwas bedenklich betrachtete, da sagte der lichtgraue große Geist zu mir: ,Sieh nur zu, wie eine Seele ihr irdisches Wohnhaus für immer und ewig verläßt!' Ich aber sagte: ,Warum hat denn diese scheidende Seele keine Gestalt, während doch ihr, die ihr auch pure Seelen seid, ganz ordentliche Menschengestalten habt?' Sagte der Geist: Warte nur ein wenig noch; wenn die Seele erst ganz aus dem Leibe sein wird, wird sie sich schon ganz fein zusammenklauben und wird dann auch recht schön und freundlich anzusehen sein!'
[GEJ.04_128,07] Während ich solchen Dunst über der Brustgrube der Kranken sich immer mehr ausbreiten und verdichten sah, lebte der Leib noch immer und stöhnte zuweilen wie jemand, der von einem schweren Traume geplagt wird. Nach etwa dem vierten Teile der Zeit einer römischen Stunde schwebte der Dunst in der Größe eines zwölfjährigen Mädchens etwa zwei Spannen hoch über des sterbenden Weibes Leib und war mit dessen Brustgrube nur noch durch eine fingerdicke Dampfsäule verbunden. Die Säule hatte eine rötliche Färbung, verlängerte sich bald und verkürzte sich auch wieder dann und wann; aber nach jedesmaligem Verlängern und abermaligem Verkürzen ward diese Dampfsäule dünner, und der Leib trat während der Verlängerungen stets in sichtlich schmerzhafte Zuckungen.
[GEJ.04_128,08] Nach etwa zwei römischen Stunden der Zeit nach ward diese Dampfsäule von der Brustgrube ganz frei, und das unterste Ende sah aus wie ein Gewächs mit sehr vielen Wurzelfasern. In dem Augenblick aber, als die Dampfsäule von der Brustgrube abgelöst ward, bemerkte ich zwei Erscheinungen. Die erste bestand in dem völligen Totwerden des Leibes , und die andere darin, daß die ganze weißneblige Dampfmasse sich in einem Augenblick in das mir nur zu wohlbekannte Weib des Nachbarn umwandelte. Also gleich umkleidete sie sich mit einem weißen, faltenreichen Hemde, grüßte die umstehenden freundlichen Geister, fragte aber auch zugleich deutlich, wo sie nun sei, und was mit ihr vorgegangen sei; auch verwunderte sie sich gleich höchlichst über die schöne Gegend, in der sie sich nun befinde.

[GEJ.04_134,15] (Es spricht der Geisterseher Mathael) Wir kamen aber bei diesen wenig sagenden Betrachtungen endlich nach Bethania und daselbst in das sehr angesehene Haus des Lazarus und fanden den Kranken gerade in den letzten krampfhaften Zügen, von welchen man sagt, daß für sie kein Kräutlein mehr gewachsen ist. 16] Das Bett umstanden zwei weinende, sonst überaus liebliche Töchter des Sterbenden und noch eine Menge Muhmen und Basen und schluchzten und weinten, wie es bei solchen Gelegenheiten schon immer herzugehen pflegt. Unser Führer, als Sohn des Hauses, weinte auch mit und vergaß vor lauter Traurigkeit, meinen Vater zu fragen, ob da noch etwas zu helfen wäre oder nicht. 17] Nur der kleine Rabbi näherte sich meinem Vater, ob etwa da denn doch noch irgend etwas anzuwenden wäre, das den Alten doch zum wenigsten auf eine nur ganz kurze Zeit zur Besinnung brächte. Mein Vater sagte anfangs auf diese Frage nichts, fragte mich aber ganz im stillen, wie es mit dem Alten stünde, und ob etwa die Seele schon anfange, sich aus dem Leibe zu ziehen und zu erheben. 18] Ich aber sagte dem Vater, wie ich es sah, ganz harmlos: Die Seele schwebt bereits ganz vollendet bei einem halben Mann hoch in waagrechter Richtung über dem Leibe und ist mit dem Leibe nur noch durch einen haardünnen Lichtfaden verbunden, der nach unseren gemachten Erfahrungen wohl keine sechzig Augenblicke mehr dauern dürfte; der wird ehest zerreißen.

[GEJ.06_053,11=Großes Evangelium Johannes] (Jesus spricht) Aber selbst des Menschen äußere Form, die da ist sein Leib, hat nur so lange einen Wert, solange sie von der allein lebendigen Seele bewohnt wird. Ist die Seele einmal reif geworden, dann verlässt sie für ewig den Leib, und dieser wird verzehrt. Da ist es dann ganz gleichgültig, von wem oder durch was. Was an ihm noch Substantielles und der Seele Angehöriges ist, das wird der Seele auch wieder gegeben; alles andere geht wieder als Nährstoff in tausend andere geschöpfliche Lebensformen über. Da hast du in aller Kürze eine gründliche Darstellung alles dessen, worüber du dir so viele Gedanken vergeblich gemacht hast.

[GEJ.08_082,02] (Jesus spricht) Die Altväter starben alle eines leichten und ganz sanften Todes; denn ihre Seelen verließen, so der Engel sie rief, mit großer Freude den Leib, der von den Kindesjahren an bis ins hohe Alter keine Schmerzen zu bestehen hatte, sondern stets zumeist kräftig und gesund verblieb, und der endliche Leibestod war auch keine Folge von großen Leiden und Schmerzen, sondern er erfolgte nur auf den stets ersehnten Ruf eines Engels, nach welchem die Seele frei und ohne allen Zwang aus dem Leibe trat, der Leib aber ohne den geringsten Schmerz gewisserart einschlief.


Seiteninhaber: Helmut Betsch   Bleiche 22   74343 Sachsenheim   Email: helmut.franz.sehel [aet] t-online.de

 Nach oben