Jakob Lorber Deutsch    Jakob Lorber english    

Wesen des Menschen, Jesus erklärt das Wirken von Geist, Seele und Leib

Leseproben des Propheten Jakob Lorber

Das Wesen des Menschen

Jesus erklärt das Wirken von Geist, Seele und Leib

 [GEJ.08_024,06] (=Großes Ev. Johannes Band ) Siehe, der Mensch ist ganz nach dem Ebenmaße Gottes erschaffen, und wer sich selbst vollkommen kennen will, der muß wissen und in sich erkennen, daß er als ein und derselbe Mensch eigentlich auch aus drei Persönlichkeiten besteht! Du hast einmal einen Leib, versehen mit allen notwendigen Sinnen und anderen für ein freies und selbständiges Leben nötigen Gliedern und Bestandteilen vom größten bis zum kaum denkbar kleinsten. Dieser Leib hat zum Bedarf der Ausbildung der geistigen Seele in ihm ein ganz eigenes Naturleben, das sich von dem geistigen Seelenleben in allem streng unterscheidet. Der Leib lebt von der materiellen Nahrung, aus der das Blut und die andern Nährsäfte für die verschiedenen Bestandteile desselben gebildet werden.
 07 Das Herz hat in sich einen eigens belebten und derartigen Mechanismus, daß es sich in einem fort ausdehnen und darauf wieder zusammenziehen muß und dadurch das den Leib belebende Blut mit den andern aus demselben entstehenden Säften in alle seine Teile treibt und durch das Sichzusammenziehen auch wieder in sich zurück aufnimmt, um es mit neuen Nährteilen zu sättigen und dann wieder zur Ernährung der verschiedenartigsten Leibesbestandteile von neuem hinauszutreiben, in welchen zahllos vielen und allerverschiedenartigsten Bestandteilen auch ebenso viele und verschiedene Naturgeister wohnen, die die ihnen zusagenden und zur Ernährung und Erhaltung eben der von einem solchen Geiste beherrschten Teile notwendigen Nähr- und Erhaltungsstoffe aus dem Blute nehmen und sie dann eben den von ihnen, das heißt den von eigenen Geistern beherrschten Teilen assimilieren und so den ganzen Leib kräftigen und stärken, ohne welche fortwährende eigene Tätigkeit des Herzens der Mensch keine Stunde lang dem Leibe nach leben würde.
 08 Siehe, mit dieser Lebenstätigkeit hat die Seele gar nichts zu tun; denn sie liegt mit dem freien Willen der Seele in gar keiner Verbindung und ebenso auch die eigene Tätigkeit der Lunge, der Leber, der Milz, des Magens, der Gedärme, der Nieren und so noch von zahllos vielen andern Bestandteilen ihres Leibes, die sie gar nicht kennen und für die sie denn auch nicht Sorge tragen kann, und dennoch ist der Leib als eine für sich ganz abgeschlossene Persönlichkeit ein und derselbe eine Mensch und tut und handelt also, als wären beide eine und ganz dieselbe Persönlichkeit! Wer von euch aber kann da sagen, daß Leib und Seele völlig ein Ding seien!
 09 Betrachten wir aber nun die Seele für sich, und wir werden finden, daß sie auch für sich ein ganz vollkommener Mensch ist, der substantiell geistig auch in sich und für sich die ganz gleichen Bestandteile enthält wie der Leib und in höherer geistiger Entsprechung sich derselben auch also bedient wie der Leib seiner materiellen.
 10 Obschon aber einesteils der Leib und andernteils die Seele für sich zwei ganz verschiedene Menschen oder Personen darstellen, von denen eine jede für sich eine ihr ganz eigentümliche Tätigkeit innehat, von der sie sich am Ende nicht einmal eine Rechenschaft über das Wie und Warum geben können, so machen sie aber im Grunde des eigentlichen Lebenszweckes dennoch so ganz nur einen Menschen aus, daß da niemand weder von sich noch von jemand anderm sagen und behaupten kann, daß er nicht ein Einmensch, sondern nur ein Zweimensch sei. Denn es muß der Leib der Seele dienen und diese mit ihrem Verstande und Willen dem Leibe, weshalb diese auch für die Handlungen, zu denen sie den Leib benutzt hatte, ebenso verantwortlich ist wie für ihre höchst eigenen, die in allerlei Gedanken, Wünschen, Begehrungen und Begierden bestehen.
 11 Wenn wir aber das Leben und Sein der Seele für sich noch näher betrachten, so werden wir auch bald und leicht finden, daß sie als auch noch ein substantielles Leibmenschwesen für sich um nichts höher stünde als allenfalls die Seele zum Beispiel eines Affen. Sie würde wohl eine instinktmäßige Vernunft in einem etwas höheren Grade innehaben denn ein gemeines Tier, aber von einem Verstande und einer höheren freien Beurteilung der Dinge und ihrer Verhältnisse könnte da nie eine Rede sein.
 12 Dieses höhere und eigentlich höchste und Gott völlig ähnliche Vermögen in der Seele bewirkt ein rein essentiell geistiger dritter Mensch, eben in der Seele wohnend. Durch ihn kann sie Wahres vom Falschen und Gutes vom Bösen unterscheiden und kann frei nach allen erdenklichen Richtungen hin denken und völlig frei wollen, wodurch sie sich selbst dem in ihr wohnenden Geiste, je nachdem sie sich mit ihrem von ihm unterstützten freien Willen für das reine Wahre und Gute bestimmt, nach und nach völlig ähnlich, also stark, mächtig, weise und als in ihm wiedergeboren, identisch macht.
 13 Ist das der Fall, dann ist die Seele so gut wie ein Wesen mit ihrem Geiste, so wie auch die edleren Leibesteile einer vollkommenen Seele - welche Leibesteile eigentlich in den gar sehr verschiedenen Leibesnaturgeistern bestehen - ganz in den geistig substantiellen Leib, den ihr das Fleisch der Seele nennen könnet, übergehen und am Ende dadurch auch in den essentiellen des Geistes, darunter auch zu verstehen ist die wahre Auferstehung des Fleisches an dem jüngsten und wahrsten Lebenstage der Seele, der dann erfolgt, wenn ein Mensch vollkommen im Geiste wiedergeboren wird, entweder schon hier in diesem Leben oder etwas mühevoller und langwieriger jenseits.
 14 Obschon aber ein im Geiste vollends wiedergeborener Mensch ganz nur ein vollkommener Mensch ist, so besteht seine Wesenheit aber dennoch ewigfort in einer in sich wohl unterscheidbaren Dreiheit.
 15 Wie aber das, das will Ich euch allen nun ganz klar dartun, und so habt denn auch alle wohl acht darauf!"

Die Tätigkeit der drei Körper des Menschen

 [GEJ.08_025,01] (Der Herr:) "Ihr merket an jedem Dinge, so ihr nur ein wenig aufmerksam sein wollet, und an jeder Sache ein unterscheidbares Dreifaches: Das erste, das euch in die Augen fällt, ist doch sicher die Außenform; denn ohne diese wäre kein Ding und keine Sache denkbar und hätte auch kein Dasein. Das zweite aber, so das erste einmal da ist, ist offenbar der Inhalt der Dinge und der Sachen; denn ohne den wären sie auch gar nicht da und hätten auch keine Form oder Außengestalt. Was ist denn nun das dritte zum Dasein eines Dinges oder einer Sache ebenso Notwendige wie das erste und zweite? Sehet, das ist eine innere, jedem Ding und einer jeden Sache innewohnende Kraft, die den Inhalt der Dinge und Sachen gewisserart zusammenhält und das eigentliche Wesen desselben ausmacht. Und weil eben diese Kraft den Inhalt und somit auch die Außenform der Dinge und Sachen ausmacht, so ist sie auch das Grundwesen von allem wie immer gearteten Dasein, und ohne sie wäre ebensowenig ein Wesen, ein Ding oder eine Sache denkbar wie ohne einen Inhalt und ohne eine äußere Form.
 02 Ihr sehet nun, daß die benannten drei Stücke an und für sich sicher wohl unterscheidbar sind, da die Außenform nicht ihr Inhalt und der Inhalt nicht die ihn bedingende Kraft selbst ist. Und doch sind die benannten drei Stücke völlig eins; denn wäre keine Kraft da, so gäbe es auch keinen Inhalt und sicher auch keine Form desselben.
 03 Gehen wir nun zu unserer Seele zurück! Die Seele muß des sicheren und bestimmten Daseins wegen einmal eine Außenform, die eines Menschen nämlich, haben. Die Außenform ist demnach das, was wir den Leib oder auch das Fleisch nennen, ob noch materiell oder vergeistigt substantiell, das ist da ganz einerlei.
 04 Ist aber die Seele als ein Mensch der Form nach da, so wird sie auch einen der Außenform entsprechenden Inhalt haben. Dieser Inhalt oder innere Körper der Seele ist ihr eigenes Lebenswesen selbst, also die Seele.
 05 Ist das alles aber da, so ist auch die Kraft da, die die ganze Seele bedingt, und diese ist der Geist, der am Ende alles in allem ist, da es ohne ihn unmöglich eine gediegene Substanz und ohne diese auch keinen Leib und somit auch keine Außenform gäbe.
 06 Obschon aber die drei wohl unterscheidbaren Persönlichkeiten im ganzen nur ein Wesen sind, so müssen sie aber dennoch eigens als unterscheidbar benannt und erkannt werden.
 07 Dem Geiste oder der ewigen Essenz wohnt die Liebe inne als die alles bewirkende Kraft, die höchste Intelligenz und der lebendig feste Wille; alles das zusammen erzeugt die Substanz der Seele und gibt ihr die Form oder das Wesen des Leibes.
 08 Ist die Seele oder der Mensch also einmal da nach dem Willen und nach der Intelligenz des Geistes, so zieht sich der Geist ins Innerste zurück und gibt der einmal daseienden Seele nach seinem innersten Willen und nach seiner innersten Intelligenz einen wie von ihm getrennten freien Willen und eine freie und gewisserart selbständige Intelligenz, die sich die Seele teilweise durch äußere Wahrnehmungssinne und teils durch ein inneres Innewerden also aneignet und dann so vervollkommnet, als wäre die vervollkommnete freie Intelligenz ihr eigenes Werk.
 09 Infolge dieses notwendig also gestalteten Zustandes, in dem sie sich wie getrennt von ihrem Geiste fühlt, ist eben die Seele auch einer sowohl äußeren wie inneren Offenbarung fähig. Empfängt sie diese, nimmt sie sie an und tut danach, so fängt sie dadurch auch an, sich mit ihrem Geiste zu einen und geht dadurch dann auch stets mehr in dessen unbeschränkte Freiheit über, sowohl in Hinsicht der Intelligenz und der Willensfreiheit nach eben der lichtvollen Intelligenz, wie auch in der Kraft und Macht, alles das bewirken zu können, was sie erkennt und will.
 10 Daraus aber könnet ihr wieder erkennen, daß die Seele als der in die lebendige Substanz umgewandelte Gedanke des Geistes, der im Grunde der Geist selbst ist, doch gewisserart als ein zweites aus dem Geiste Hervorgehendes angesehen und betrachtet werden kann, ohne deshalb ein anderes zu sein, als da ist der Geist selbst.
 11 Daß endlich die Seele als ein Individuum auch mit einem äußeren Leibe umkleidet erscheint, der gewisserart als die dritte Persönlichkeit erscheint, das zeigt euch die tägliche Erfahrung. Der Leib dient der Seele als eine äußere Offenbarung ihres innersten Geistes und hat den Zweck, die Intelligenz und den freien Willen der Seele nach außen zu kehren, zu beschränken und dann erst die innere Unbeschränktheit der Intelligenz und des Willens und dessen wahrer Kraft zu suchen, sicher zu finden und dadurch ein endlos verherrlichtes und völlig individuell selbständiges Eins zu werden mit dem innersten Geiste, der immer selbst das alleinige Etwas und durchgreifende Sein des Menschen ist.

Geistereinflüsse bei der Zeugung der Menschen

 [Er.01_050,01] Es ist euch zwar schon über das Wesen des Menschen, dessen Seele und Geist so viel gesagt worden, daß ihr sozusagen schon fast das meiste wisset, was das ganze Wesen des Menschen betrifft; auch die Zeugung ist euch schon auf die mannigfaltigste Weise gezeigt worden. Es bleibt demnach nur noch übrig, euch den Einfluß der Geister zu zeigen, den diese bei der Zeugung des Menschen haben.
 [Er.01_050,02] (=Erde und Mond) Was die materielle Zeugung betrifft, so unterscheidet sie sich von der gemein-tierischen wenig oder gar nicht; der Unterschied liegt mehr im Innern.
 03 Die Seele muß natürlicherweise schon vor der Zeugung komplett da sein, d. h. sie muß alle substanziellen Spezifika in sich vereinen, welche sonst im ganzen Universum verteilt sind und ihr von allen Seiten zugeführt werden.
 04 Ein solches vollkommenes substanzielles Spezifikalkompendium ist dann schon die Seele; nur sind die Spezifika in ihr gewisserart chaotisch also untereinandergemengt, daß man allenfalls sagen könnte: die Seele ist vor der Zeugung ein Knäuel, ein sogenannter gordischer Knoten, der erst entwirrt werden muß, um zu einer Form zu gelangen. Die Entwirrung dieses Knotens beginnt eben mit dem Akte der Zeugung; denn da wird dieser gordische Seelenknoten in den Mutterleib getrieben und umhülst.
 05 Innerhalb dieser Umhülsung fangen dann die korrespondierenden Intelligenzen an sich zu erkennen, sich einander zu nähern und einander zu ergreifen. Damit sie aber das können, verschaffen ihnen die Geister in ihre Umhülsung Licht, in welchem Lichte sich diese substanziellen Spezifikalintelligenzen erkennen, aussondern, sich dann einander annähern, ergreifen und verbinden, und das alles durch die Nötigung aus dem Willen jener Geister, denen dieses Geschäft anvertraut ist. Diese Geister aber sind das, was ihr "Schutzgeister" nennt, und es sind Engel und große Engel, die alle da Einfluß nehmen: und da gibt es keinen Menschen, der nicht wenigstens drei Schutzgeister, zwei Engel und einen großen Engel hätte, über die noch ein Siebenter wacht, Den ihr schon wohl kennet!
 06 Diese Schutzgeister und Engel sind vom Augenblicke der Zeugung fortan um die neugezeugte Seele und sorgen unablässig für die ordnungsmäßige Ausbildung derselben.
 07 Hat die Seele einmal in ihrer Umhülsung die menschliche Form wieder bekommen, so werden ihr dann aus dem Mutterleibe entsprechende Spezifika zugeführt. Diese Spezifika verwendet endlich die Seele zu ihrer eigenen festeren Aneinanderbindung ihrer Intelligenzen.
 08 Ist das geschehen, so strömen aus dem Mutterleibe schon wieder andere und neue Spezifika in den Ort der neuen Menschwerdung im Mutterleibe; diese werden schon zur Bildung der Nerven verwendet. Die Nerven sind gewisserart Stricke und Schnüre, die von der Seele überall ergriffen und angezogen werden können, um dadurch dem nachfolgenden Leibe eben durch diese Schnüre und Stricke jede mögliche Bewegung geben zu können.
 09 Sind die Nerven in ihren Grundlagen und Verbindungen fertig, dann strömen schon wieder neue Spezifika nach. Diese werden zur Bildung der Eingeweide angeordnet; und sind die Haupteingeweide in den ersten organischen Grundlagen dargestellt, so werden sie dann sogleich mit den Hauptnerven verbunden.
 10 Nach dieser Arbeit geht es dann mit schon wieder etwas anderen Spezifiken an die völlige Ausbildung der Eingeweide. Da aber natürlich in dem Kopfe die meisten Nerven zusammenlaufen, und zwar hauptsächlich im Hinterhaupte, in dem auch die Seele ihren Kopf hat, so beginnt zugleich mit der Bildung der Eingeweide auch die Bildung des Kopfes, welcher das entsprechendste Bild der Seele ist, weil alle Intelligenz der Seele sich durch gewisse Hauptausstrahlungen im Kopfe konzentriert. Und weil die Augen das allervollkommenste Symbol der Intelligenz sind, so wird auch der Kopf und besonders die Augen am ersten ersichtlich sein; denn in den Augen strömen alle Ausstrahlungen der einzelnen Intelligenzen der Seele durcheinander und bilden durch eben dieses Durcheinanderströmen die naturmäßige Sehkraft der Seele, mittelst welcher sie die Außenwelt in sich selbst hineinschauen kann.
 11 Ist die Seele mit dieser Arbeit durch die Willenshilfe der Geister fertig, so werden ihr wieder neue Spezifika zugeführt; aus denen werden dann schon allerlei Dinge des menschlichen Leibes geordnet. Es braucht hier nicht des Machens oder Schaffens; die Sache macht sich von selbst, wenn ihr nur der Weg in die Ordnung angezeigt ist. Und so wird hier Fleisch, Knorpel, Muskeln, Sehnadern und Knochen gestaltet, und es ergreift sich von selbst, was zu einem und demselben gehört; nur würde die Richtung verfehlt sein, und dadurch auch die Form, wenn die Geister den Intelligenzspezifiken durch ihre weise Willenskraft nicht den rechten Weg vorzeichneten, was sogar manchmal geschehen kann, wenn sich die Mutter, die so ein Kind in sich trägt, manchmal in ihrem Gemüte in die Hölle begibt, wo dann freilich Meine guten Geister und Engel nicht volle werktätige Gesellschaft leisten können. Die Folge solchen Übels ist gewöhnlich eine Mißgeburt oder manchmal gar ein Einschiebling aus der Hölle, welchen das sogenannte gemeine Volk einen "Wechselbalg" nennt, - daher es jeder Mutter zu empfehlen wäre, sich während der Schwangerschaft so christlich tugendhaft als möglich zu betragen.

Weitere Hinweise zur Seele:

 1. Die Fähigkeiten einer vollkommenen Seele klingen für uns heutigen Menschen so außergewöhnlich, dass wir sie kaum glauben können. Und doch hat uns Jesus durch Jakob Lorber beschrieben, daß bei uns Menschen hohe Fähigkeiten angelegt sind. Jedoch sind sie bei uns durch unsere Abkehr von Gottes Geboten in der Regel verschüttet.
 Beispiele für hohe Fähigkeiten finden Sie im 4. Band des Großen Evangelium Johannes (GEJ) in den Kapiteln 210 bis 213, Lorber Katalog auf Seite 15, und in der Haushaltung Gottes, Band 1, Kapitel 11,10 bis 13, Lorber Katalog auf Seite 17.
 Die Entstehung der phantastischen Fähigkeiten einer Seele hängt zusammen mit unserer Außenlebensphäre, was unter anderem im 4. Band des GEJ, Kapitel 222: Die Bedeutung der Außenlebensphäre der Seele beschrieben wird und mit der Ausbildung unseres Gehirns. Siehe Kapitel 7: Wie sich das Gehirn verbessern lässt.
 2. Die Gestalt der Seele nach dem Tod des Leibes hängt vom Erdenleben ab. Hier ein Beispiel aus dem Originaltext:
 [Er.01_053,05] Eine Seele, die durch einen solchen Lebenswandel die irdische Zeit durchlebt hat, der nicht in den strahlenden Paragraphen des Lebensbuches geschrieben ist, oder welcher Lebenswandel nicht nach dem Evangelium in allen Teilen genügend durchgeschult ist, erscheint in der geistigen Welt notwendig unter den mannigfachsten Gestaltungen, welche sich bis zu den scheußlichsten Tiergestalten zurückerstrecken. Der Grund davon ist, weil die Seele durch das irdische Leben eine Portion zu ihrer Vollgestaltung nötiger Spezifika vergeudet hat. Diese sind nach der Abscheidung der Seele vom Leibe nicht mehr da, daher die Gestalt der Seele außerhalb des Leibes nur eine höchst unvollkommene sein muß, - so wie auch einige und gar viele Seelen sich auf ein oder das andere sinnliche Wesen zu sehr hinneigen und dadurch ein zu großes Übermaß der für ihr Wesen nicht mehr tauglichen und nötigen Spezifika erlangen. Solche Seelen bekommen dann in der geistigen Welt, sobald sie außer dem Leibe sind, eine Menge der seltensten und zumeist grausigsten Auswüchse. Stützköpfe z.B., weil das noch eine tierische Eigenschaft ist, bekommen nach dem Maße ihrer Stützigkeit Geweihe oder Hörner; Unzüchtige, die nur mit den weiblichen Genitalien sich beschäftigen, strotzen oft am ganzen Wesen von lauter weiblichen Genitalien, so auch umgekehrt das weibliche Geschlecht von den membris virilibus. (männlichen Gliedern)


Seiteninhaber: Helmut Betsch   Bleiche 22   74343 Sachsenheim   Email: helmut.franz.sehel [aet] t-online.de

 Nach oben